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Prof. Dr. Nikola Roßbach

Größere Projekte von 2009 bis heute

2016/17
documenta 14-Projekt „The Parthenon of Books“ von Marta Minujín (Leitung der kooperierenden studentischen Arbeitsgruppe, gemeinsam mit Gastprofessor Dr. Florian Gassner)
Studentische Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts:  Sarah Anders, Jessica Bauer,  Tamara Bodden,  Clara Coldewey,  Andrea Glowig,  Tim Herrmann,  Pauline Hosse-Hartmann,  Ann-Kristin Kemna,  Katharina Kirchberg,  Isabel Kumpe,  Philippe Lorenz,  Nico Mader,  Vanessa Nicole Müller,  Sophia Neitzel,  Ole-Johannes Neumann,  Josefine Rösner,  Andreas Truß,  Melina Werner

Bei der documenta 14 entstand auf dem Friedrichsplatz in Kassel ein riesiger Tempel verbotener Bücher : ein Kunstwerk der argentinischen Künstlerin Marta Minujín, an dem jede_r durch Buchspenden mitbauen konnte. Die von uns geleistete wissenschaftliche Begleitung des Projekts bestand u.a. in der wissenschaftlich gestützten Erstellung von Listen verbotener Bücher sowie der Validierung der eingesandten Bücher.

lange Liste der verbotenen Bücher (lange Ladezeit)
Kurzliste besonders bekannter, v.a. deutschsprachiger Titel verbotener Bücher
– Vorstellung des Projekts auf der Uniseite
– Information auf der documenta-Website: Buchspende-Aufruf
– „buchgeflüster„-Sendung des Offenen Kanals Kassel, realisiert von Alexandra Serjogin und Sophia-Neitzel. Die Sendung stellt die wissenschaftliche Arbeit am Parthenon of Books in den Fokus
– Podiumsdiskussion „fREADom“ des literarischen zentrums Göttingen mit Murad Erdemir, Sascha Feuchert, Nikola Roßbach und Frank Schäfer (8.6.2017)
– Podiumsdiskussion „Marta Minujíns Parthenon of books. Zensur und kein Ende“ auf der Frankfurter Buchmesse mit Tim Hermann, Katharina Kirchberg, Philippe Lorenz und Sophia Neitzel (14.10.2017)
Medienschau (nur zur wissenschaftlichen Begleitung des Kunstprojekts): HNA (6.10.2016); Süddeutsche  Zeitung (14.11.2016); HNA (12.12.2016); Deutschlandfund (20.12.2016), Youtube-Video zur Validierungsarbeit der Studierenden, Universität Kassel (16.3.2017), Schweizer Tagesanzeiger (17.4.2017), publik, Universität Kassel (Juni 2017), Süddeutsche Zeitung: Die Kasseler Liste (11.6.2017), Neue Osnabrücker Zeitung (15.6.2017), WDR 3 Mosaik (20.6.2017), Börsenblatt (15.10.2017)

2015-2018
Kleines Kasseler Literatur-Lexikon. Autorinnen und Autoren. Ein Projekt zur Erschließung und Bewahrung hessischer Literatur-, Kultur- und Geistes-geschichte (Projektleitung)
Das Kasseler Literatur-Lexikon präsentiert Kassel als Literaturstadt bzw. zeigt literarische Leistungen Kassels der vergangenen Jahrhunderte. Es umfasst mehr als 450 Personenartikel weltberühmter und unbekannter Autor_innen. Literatur und Kultur einer Region zeugen von ihrer Interaktionsdichte und -vielfalt. Die Stadt Kassel erweist sich als Ausgangs- oder Zielpunkt, Zwischenstation oder Höhepunkt vielfältiger literarischer und kultureller Manifestationen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Entscheidend für Kassels Bedeutung als Literaturstadt ist dabei die kontinuierlich zu beobachtende intensive Verflechtung lokal-regionaler mit überregional-allgemeinen Dimensionen der Literatur-, Kultur- und Geistes-geschichte. Ca. 100 Beiträger_innen aus verschiedenen akademischen Disziplinen (Philologien, Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Theologie, Jura, Philosophie, Biologie, Soziologie, Bildungsgeschichte) sind beteiligt, außerdem weitere Experten aus Museum, Stadt, Kirche, Schulen, Akademien, Archiven, Literaturbüro etc.
Publikation: Kleines Kasseler Literatur-Lexikon. Autorinnen und Autoren. Hannover: Wehrhahn 2018.
Presse: Meldung Uni Kassel, epd, 17.1.2018,  HNA, 5.2.2018, Kulturcafé hr2, 26.2.2018 , Buchgeflüster Offener Kanal Kassel, 5.6.2018

Lesungsreihe zum Kleinen Kasseler Literatur-Lexikon
Kassel, Mai/Juni 2018, Dienstags, 18.15 Uhr: 
Da ist Musik drin! Musikschriftsteller im KKLL (Spohr Museum, 22.5.2018)
„Schweifender Blick über die Lagermauer“. Verfolgte Autorinnen und Autoren im KKLL (Gedenkstätte Breitenau, 29.5.2018)
Am Anfang war das Wort. Theologinnen und Theologen im KKLL (Evangelisches Forum am Lutherplatz, 5.6.2018)
„Wegbereiter der deutschen Frau“… Schriftstellerinnen im KKLL (Archiv der deutschen Frauenbewegung, 12.6.2018)
Es war einmal … Dichterinnen und Dichter der Grimm-Zeit im KKLL (GrimmWelt, 19.6.2018)
„Staub der Fulle“. Gegenwartsautorinnen und -autoren im KKLL (Stadtbibliothek, 26.6.2018

2014-
Italien-Netzwerk der Universität Kassel (Mitgründung, 2016-2018 Sprecherin des Netzwerks mit Prof. Dr. Angela Schrott)
2014 gründete sich an der Universität Kassel ein Netzwerk von Forschenden und Lehrenden aus den Disziplinen Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte, germanistische und romanistische Literaturwissenschaft.
Zur Aufgabe des Netzwerks gehören die Konzeption und Ausrichtung eines jährlichen Italientages sowie die Einführung und Organisation eines Zertifikats für interdisziplinäre Italienkompetenz (Italicum). Das Italicum ist zum WiSe 2016/17 in eine 3-jährige Pilotphase gestartet.

2011-2015
Literatur in Kassel – mehr als nur GRIMMig. Lehrprojekt (Projektleitung)
Zum Jubiläum 1100 Jahre Kassel‘ (2013) stellte das Projekt Kasseler Schriftstellerin-nen und Schriftsteller des 18.-20. Jahrhunderts vor: Es ging um 45 literarische Wieder- und Neuentdeckungen. Der Beitrag der Stadt Kassel zur literarischen Kunst und Kultur wurde in ihr selbst sichtbar und hörbar gemacht. Sichtbar, indem Literatur in die Stadt „eingeschrieben“ wurde: Jeweils ein Auszug aus jedem literarischen Werk ist auf 45 Schildern in der ganzen Stadt zu lesen. Hörbar, indem literarische Stimmen in der Stadt erklangen – bei einem dreistündigen Lesemarathon (Juni 2013). Am 25.6.2015 wurden die letzten beiden Schilder gegenüber der Kasseler GRIMMWELT eingeweiht.
Das Projekt wurde begleitet und gefördert von der Stadt Kassel, der Universitätsgesellschaft Kassel, der Sparkasse Kassel und dem Stadtteilbüro Wesertor.

2011-2016
Dynamiken von Raum und Geschlecht: entdecken – erobern – erfinden – erzählen. DFG-Graduiertenkolleg (Projektleitung)
Im Mittelpunkt des Graduiertenkollegs stand die interdisziplinäre Erforschung der wechselseitigen Prägung von Raum und Geschlecht. Damit griff das Kolleg zwei der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf und stellt sie in einen Zusammenhang: Die Veränderung der Geschlechterordnung zum einen und die Veränderung der Raumordnung, die gerne unter dem Schlagwort Globalisierung betrachtet wird, zum anderen. Ausgangspunkt war der Befund, dass viele neuere Forschungen zum Raum die Kategorie Geschlecht desto weniger berücksichtigen, je globaler die Ebene der Betrachtung ist. Darum verfolgte das interdisziplinäre Graduiertenkolleg das Ziel, die wechselseitigen Bezüge von Raum- und Geschlech-terkonstitutionen in aktuellen und historischen Gesellschaften inner- und außer-halb Europas aus soziologischer, ethnologischer, historischer und Literaturwissen-schaftlicher Perspektive zu untersuchen.
Beteiligt am Graduiertenkolleg waren die Fächer Anglistik/Kanadistik, Arabistik/Islam-wissenschaft, Ethnologie, Ethik und Geschichte der Medizin, Geschichte, Germanis-tik, Soziologie und Theologie.
Das Projekt wurde von der DFG gefördert.

2009-2012
Welt und Wissen auf der Bühne. Die Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit. DFG-Forschungsprojekt (Projektleitung)
Das (Welt-)Theater ist als Schlüsselmetapher der Frühen Neuzeit geläufig. Doch auch die Bücher der Epoche wurden häufig als Theater betrachtet. Diese textuellen Bühnen bildeten ein gewichtiges publizistisches Phänomen: Zwischen 1500 und 1800 erschienen in Europa und mit dem Schwerpunkt im Alten Reich hunderte Werke, auf deren Titel das metaphorische Theatrum oder volkssprachliche Äquivalente prangten (Schaubühne, Schauplatz etc.). Ein Großteil der Buchtheater verschrieb sich der Sammlung und Repräsentation von Wissen; es bildet damit ein Segment der weiten enzyklopädischen Literatur der Frühen Neuzeit.
Digitalisierungsvorhaben im Internet stellen meist nur das Textmaterial unkommentiert zur Verfügung. Die dauerhafte Konservierung der kulturellen Überlieferung im Rahmen von Massendigitalisierungsprojekten zeigt sich von der wissenschaftlichen Erschließung weitgehend entkoppelt. Unser Projekt ging durch die Kooperation von Bibliothek und Universität darüber hinaus. Es koppelte klassische Elemente eines Repertoriums – Verzeichnung und kommentierte Beschreibung eines Textkorpus – mit einer umfassenden Datenbank. Durch die Vernetzung von digitalisiertem Quellenmaterial und Forschungsergebnissen wurde und wird der digitale Mehrwert des Hypertextes genutzt und sichtbar gemacht.
Das Projekt wurde von der DFG gefördert.
Publikation: Verorten – Verhandeln – Verkörpern. Interdisziplinäre Analysen zu Raum und Geschlecht. Hg. von Silke Förschler, Rebekka Habermas und Nikola Roßbach. Bielefeld: transcript 2014.